Spiritualität – Was ist das?

Was bedeutet Spiritualität für mich und wie lebe ich sie?

Aus dem Lateinischen leite ich ab, das spiritus der Geist, ein Hauch bedeutet. Spiro bedeutet »ich atme«, im Italienischen bedeutet 'respiro' ich atme und im Englischen als letztes Beispiel bedeutet spirit Geist, Seele, Gemüt.
Dies bedeutet für mich die feinstoffliche Verbindung zu allem, was ist, zu finden bzw. zu erkennen. Diese feine Lebendigkeit von Atem/ Hauch (im Yoga genannt Prana) ist das, was uns alle Wesen einschließlich der Natur bzw. Mutter Erde miteinander verbindet.
Jeder Mensch ist spirituell – wir können uns dessen bewusst nur sein und uns mit unserer feinstofflichen Ebene verbinden. 

Unter Spiritualität verstehe ich die Lenkung meiner inneren Achtsamkeit auf das Leben auf allen Ebenen.

Alles, was ich in dem Bewusstsein tue, es achtsam und liebevoll zu tun, ist spirituell. Ich wähle meine Nahrung bewusst. Ich wähle meine Kleidung bewusst. Ich wähle meinen Beruf bewusst. Ich erziehe mein Kind bewusst. Ich beobachte meine Handlungen und reflektiere sie sowie meine Gedanken und Gefühle und erforsche sie.
Ich gehe achtsam mit mir selbst, mit meinen Mitmenschen und Mit- Lebewesen sowie mit der Erde, Mutter Natur um. Schließlich verbinde ich mich wieder mit den Rhythmen der Natur. 

Das kontinuierliche Studieren und Praktizieren sowie das Unterrichten der Yogaphilosophie und Yogatechnicken sind dabei das Fundament auf das ich mich stütze. Es ist längst nicht mehr nur auf der Yogamatte oder im Yogaunterricht aktiv, sondern ist zu meiner Lebensphilosophie geworden. Yoga ist mein Leben und andersherum ist eben das Leben für mich »Yoga«. 
Im Gegenteil zu dem, was durch Religionen entstanden ist, Trennung, bedeuten Yoga und somit Spiritualität für mich Wieder- Verbindung, Wieder- Vereinigung von etwas, was nie getrennt voneinander war (Yoga bedeutet Harmonie, Einheit, Verbindung, Anbindung, anschirren von etwas).

Yoga ist in meinem Fall der Ausdruck meiner gelebten Spiritualität.

Der Ausdruck der eigenen Spiritualität kann in vielen verschiedenen Traditionen, Glaubensschulen, Lebensphilosophien, Bewusstseinsschulen etc. gefunden werden.

Mein Weg hat begonnen als ich mit 18 Jahren nach Verlassen meines Elternhauses in diesem Abnabelungsprozess meine unangenehmen Muster und Prägungen erkannt habe und nach einer tieferen Sicherheit und nach Vertrauen im Leben gesucht habe, welches ich nicht auf materieller Ebene finden konnte.
Auf der Suche habe ich mich zunächst mit der christlichen Religion bzw. der Bibel auseinander gesetzt und mit menthalen Trainings begonnen. Achtsamkeitsübungen, Autogenes Training und Meditation wurden zu festen Bestandteilen meiner Prüfungsvorbereitung meiner ersten Ausbildung. Es kamen Technicken aus dem Daoismus hinzu, Meditieren nach Wu Wei und dann mit ca 22 Jahren Yoga. Für eine gesunde Ernährung und körperliche Fittness begeisterte ich mich schon vorher, wobei ich diese Lebensbereiche in dem Yoga- Kontext, unter anderen ethischen Aspekten neu integriert habe.
Mit 26 Jahren ging ich das erste Mal für 4 Wochen in einen Yoga- Ashram und machte meine erste Ausbildung im Yoga.
So ging dieser Weg weiter und ich gehe ihn weiter und habe nicht vor, ihn zu beenden ;-)
Heute unterrichte ich seit mehr als 10 Jahren Yoga, 6 Jahre davon in meinem eigenen Studio in Wuppertal Elberfeld und seit fast 5 Jahren unterrichte ich auch angehende Yogalehrende.

Zwischen meiner »Arbeit« vielmehr meiner Berufung, meiner Familie und meinem Leben sehe ich keine Trennung, es verschmilzt alles miteinander und das finde ich wunderbar!

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